Warum Kampfsportwaffen?
Im Jahr 1992 haben wir als Versandhandel für allgemeine Kampfsportartikel begonnen und uns inzwischen zu einem Spezialversand für Trainingswaffen entwickelt, der verschiedene Kampfsportarten bedient. Die Begeisterung für Stäbe, Stöcke, Schwerter und andere Ausrüstung kam dabei nicht von heute auf morgen, sondern ist stetig gewachsen. Auf dieser Seite möchten wir kurz erklären, warum das so ist.
Genauso wie der Mensch schon immer (seit er als Mensch gelten kann) "Kampfsport" betrieben hat, also geübt hat, miteinander zu balgen und zu ringen - sowohl als Spiel als auch um andere im Zweikampf zu bezwingen -, so ist auch der Gebrauch von Waffen so alt wie die Kampfkünste selbst. Die meisten von uns haben als Kinder mit Stöcken gespielt (und es gibt viele Sportarten, wie z.B. Baseball oder Hockey, die mit Stöcken arbeiten), haben Stock-gegen-Stock "gekämpft" oder aus Stöcken "Messer" und "Lanzen" geschnitzt. Gerade Holz ist dafür ein so verfügbares und praktisches Material - es lässt sich leicht auffinden (wenn es auch in Städten immer schwieriger wird) und leicht verarbeiten.
Diese natürliche Idee, die Kinder zuverlässig haben, hatte die Menschheit seit es sie gibt. "Weiterentwickelt" durch Spitzen aus Stein oder später Metall, oder einfach nur aus reinem Holz, haben gerade Stöcke und Stäbe aller Art uns immer schon begleitet und tun es bis heute. Wer beim Wandern einen schönen, passenden Stock findet, beginnt ihn oft gleich zu schwingen und zu drehen, nutzt ihn zum Stützen, zum Zeichnen im Sand, zum Einstechen in die Erde oder zum Werfen. Stöcke laden uns auf natürliche Weise zum Spielen ein, weil sie gut in die Hand passen, uns Reichweite bieten und schöne Hebelwirkungen entfalten. Es fühlt sich einfach gut an, sie zu benutzen und zu erforschen.
Wir sind (natürlich ;-)) ein kampfsportbegeistertes Team und haben selbst vielfach gespürt, welche Freude wir daran hatten, mit Stöcken zu wirbeln. Am Anfang waren das in erster Linie kurze Stöcke, mit denen man einen "Angriff mit Stock" für die Selbstverteidigung simulieren konnte. Später kamen die leichten Sticks hinzu, mit denen man schnell drehen, hebeln und hantieren konnte - die Liebe für Arnis war erwacht! Parallel lernten wir Langstöcke kennen - erst die klassischen schweren für Kobudo, dann die leichteren für Freestyle, dann alles dazwischen, mit dem man Drehwirbel und echtes Sparring machen konnte. Wir lernten auch von und mit Kunden, was sich für die Praxis wirklich bewährte und was für unser Sortiment Sinn machte - und was nicht. Natürlich war Praxistauglichkeit nicht alles, denn das Auge trainiert immer mit, und bei manchen Materialien und Designs konnten wir einfach nicht anders als begeistert zugreifen - und spielen!
Zusammen mit weiteren Kobudo-Waffen wie Sai, Kama und Tonfa kam auch der unermesslich große Bereich der Schwerter. Zunächst die japanischen Modelle wie Bokken, Katana, Wakizashi und Co. Gute Iaido-Freunde zeigten uns die "Dos & Donts" der Bokken-Auswahl, und auch aus der Welt des Aikido bekamen wir viele Rückmeldungen und Infos, was im Training Sinn - und Spaß! - macht. Die Suche ist auch noch lange nicht zu Ende, denn wir erkunden und erforschen immer neue Materialien, probieren sie auf der Matte aus, senden sie an befreundete Budoka und tauschen uns aus. Das Ergebnis ist eine immer weiter wachsende Auswahl an Holz-, Metall- und inzwischen sogar Kunststoff-Schwertern, deren Trainingswert man nicht unterschätzen sollte (finden wir).
Der jüngste Trainingswaffen-Bereich, in dem wir noch relativ frisch sind, ist Wushu. Die Welt der chinesischen Kampfsportwaffen ist so bunt und vielfältig, so spektakulär und schimmernd, dass uns manchmal schwindelig wird! :-) Wir kennen alle die Bilder von akrobatischen Shaolin-Mönchen - und einige von uns erinnern sich vielleicht auch an ganz alte Eastern-Klassker mit ihren irrsinnigen Soundeffekten. Aber natürlich sind Wushu-Waffen ein gigantischer Fachbereich mit Jahrhunderten an Erfahrungswerten, in dem es genauso auf Material und Qualität ankommt wie überall sonst. Wir haben im Zuge unserer Entwicklung den Chinesischen Liguster als neue Holzart für uns und unsere Produkte entdeckt, so dass wir inzwischen auch Bo-Stäbe und Arnis-Sticks daraus anbieten können. Aber insbesondere sammeln wir mit großer Freude und Spannung die Hintergründe, Geschichten und Erfahrungen, die heutige Kung-Fu- und Wushu-Aktive machen. Wir staunen, wie weit verbreitet diese vielen originellen Waffen doch sind, obwohl einige absoluten Exotenstatus haben. Unser Ziel ist hier, wie bei den anderen Disziplinen, eine gleichbleibend zuverlässige Qualität zu liefern, die neben der spektakulären Optik absolute Trainingstauglichkeit und Zuverlässigkeit garantiert.
Warum also Kampfsportwaffen?
Das Training mit Waffen ist mehr. Buchstäblich. Wir haben mehr Reichweite, mehr Möglichkeiten und einfach mehr Spiel und Freude. Das Gefühl, wenn die Trainingswaffe sich immer mehr wie ein Teil des eigenen Körpers anfühlt, wenn man immer besser nicht nur versteht, sondern körperlich spürt, mit wieviel Schwung sie sich wann wohin bewegen wird ... das ist für uns durch nichts zu ersetzen und aus unserem eigenen Kampfsportalltag auch nicht mehr wegzudenken. Wir sind überzeugt, dass es nicht immer nur ernst zugehen muss (oder sollte) im Kampfsporttraining. Und die Freude an traditionellen Trainingswaffen ist für uns das, was unseren Spieltrieb und unsere Sinne wach hält und unsere Techniken immer neu herausfordert. <3