Alles begann mit einer Kampfsportfamilie
Für DEPICE-Gründer Claude Weiland war immer klar, dass die Kampfsportartikel, die er von klein auf in seinem Training verwendete, aus dem familieneigenen Laden kamen. Seine Eltern Horst und Hanna Weiland, beide bis ins Mark kampfsportbegeistert und immer auf der Matte aktiv, hatten sich früh dafür entschieden, Anzüge, Trainingsschuhe und Handschuhe selbst herstellen zu lassen. In den 1960er bis 80er Jahren war es schließlich auch alles andere als einfach, an Kampfsportanzüge zu kommen, wenn man besondere Ansprüche hatte. Und Familie Weiland hatte immer etwas Besonderes vor - zwischen klassischem Jiu-Jitsu (in der harten Anfangszeit auf Feder-Matratzen), ATK-Selbstverteidigung draußen im Wald (da sind schwarze Anzüge praktisch), Kung-Fu im Hof oder Karate in der Turnhalle gab es immer andere Anforderungen an Ausrüstung, die nicht leicht zu bekommen war. So bauten sie nach und nach eine eigene kleine Produktpalette auf und versorgten damit nicht nur die eigene Traditionsschule Studio Der Selbstverteidigung in Wilhelmshaven (ein Dojo, das es übrigens seit 1963 bis heute gibt), sondern auch gleich den Hausverband Budo-Akademie-Europa (den gibt es seit 1970 und ebenfalls bis heute).
Ungewöhnliche Traditionen in Wilhelmshaven
Schön und gut, aber was ist nun mit den Trainingswaffen? Nun, die simple Wahrheit ist, dass man Stäbe und Stöcke in dieser Zeit oft einfach selbst gemacht hat oder von jemandem hat machen lassen, der z.B. auch Werkzeugstiele herstellte. Die Kampfsportwaffen wurden nach Bedarf auf die gewünschten Längen zugeschnitten, störende Kanten wurden geschliffen oder abgeklebt, und wenn mal etwas zu Bruch ging, dann wurde es ersetzt. Vieles lernte man durch Ausprobieren - und zwar auch, aber nicht nur, die Techniken. Berüchtigterweise hatten zum Beispiel die Langstöcke im SDS Wilhelmshaven lange Zeit nicht die eigentlich üblichen ca. 180 cm, sondern "praktische" 165 cm, weil so die Lampen an der relativ niedrigen Decke des Dojos weniger gefährdet waren. Auch war es unter Strafe verboten, sich im Training auf Stöcke und Stäbe zu stützen - nicht (nur), weil es faul und unhöflich wirkte, sondern weil die Kanten der Stöcke die empfindliche Plane beschädigen konnten, mit der die Matten damals abgedeckt waren.
Kampfsportbedarf in der zweiten Generation
Die Dinge ändern sich, die Kinder werden groß - und deren Träume auch. Als Claude Weiland in den 1990ern über Kampfsportartikel nachdachte, war die Welt schon erheblich zusammengerückt. Obwohl das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, war es möglich, mit Herstellern in Asien in Verbindung zu treten, Geschäftskontakte aufzubauen und Neues auszuprobieren.
1992 gründete Claude Weiland DEPICE Kampfsportartikel - als Marke für Bekleidung und Schützer und als Einzel- und Großhandel, der Ausrüstung für alle Disziplinen vertrieb. Nach und nach schärfte sich das Profil: erst in Richtung Selbstverteidigung, dann in Richtung Kampfsportwaffen. Obwohl DEPICE bis heute auch andere Ausstattung produziert, schlägt das Herz des Unternehmens für die unendlichen Formen und Varianten des Waffentrainings.
Aber warum denn ausgerechnet Trainingswaffen?
Mit dieser Frage beschäftigt sich der zweite Teil der Geschichte. Hier erzählen wir euch, was wir an Trainingswaffen großartig finden, wie wir nach und nach zu unserer Produktpalette gefunden haben, und was euch bei uns noch erwartet: Warum Kampfsportwaffen?